Norwegen Reisetipps von Reisebloggern

17. April 2017 at 14:11
Blauer Himmel auf den Lofoten - Travelography.de

Traumhaftes Wetter auf den Lofoten ⇒ Foto: ©travelography.de

Die besten Norwegen Reisetipps

5 Reiseblogger packen aus

Fjorde, Seen, Wasserfälle, Berge, Wälder, traumhafte Campingplätze und jede Menge Einsamkeit – so stelle ich mir Norwegen vor. In wenigen Wochen geht es für uns los und ich kann es kaum erwarten. Für unsere Reiseplanung habe ich fünf Reiseblogger nach ihren Erfahrungen gefragt und tolle Antworten und wertvolle Tipps bekommen. Mit dabei sind transitfrei, Ferngeweht, Planet Hibbel, Travelography und take an adVANture.

 

 

transitfrei mit Wohnmobil in Norwegen

Team transitfrei mit Wohnmobil in Norwegen ⇒ Foto: ©transitfrei.de

➀ Auto oder Wohnmobil, wie warst du in Norwegen unterwegs?

transitfrei: Wir waren bereits 2 Mal in Norwegen unterwegs. Das erste Mal war im Jahr 2006. Das Internet war noch jung und wir auf der Suche nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Als wir nichts fanden, buchten wir mehr aus Verzweiflung und weniger aus Vorliebe ein Wohnmobil bei einem deutschen Vermieter. Wir schafften es mit diesem tatsächlich, innerhalb von 2 Wochen das Nordkap zu erreichen. Mit etwas über 6000km Strecke in nur 2 Wochen ein echter Roadtrip! Viel gesehen haben wir damals nicht. Also entschlossen wir uns, einige Jahre später mit dem eigenen Wohnmobil ein weiteres Mal nach Norwegen zu fahren und dabei ganz bewusst nur den Süden zu bereisen. Das ist auch unsere Empfehlung! Bleibt im Süden! Man sieht dann mehr und erlebt Norwegen intensiver, wenn man weniger freie Zeit mit Fahren verbringt. Ich selbst, eigentlich Fan von richtigen Roadtrips, hätte übrigens nie gedacht, dass ich genau das Gegenteil einmal empfehlen würde…

Ferngeweht: Wir waren vier Wochen lang mit dem Auto in Norwegen unterwegs, sind von Köln aus über Dänemark gefahren, mit der Fähre von Frederikshavn nach Oslo und zurück von Kristiansand nach Hirtshals. Übernachtet haben wir in Hütten auf Campingplätzen.

Planet Hibbel: Da ich norwegische Verwandschaft habe, reise ich eigentlich schon mein ganzes Leben in dieses Land. Als ich Kind war, sind meine Eltern mit uns immer nur mit dem Wohnwagen bis nach Trondheim zu unserer Familie gereist. Die Anreise dorthin hat aber auch schon schlappe 3 Tage gedauert und daher war der Wohnwagen einfach die beste Alternative. Anhalten wo man will, Pause machen, Nickerchen halten oder schnell was zu Essen kochen, war mit uns Kindern für meine Eltern einfach am Unkompliziertesten. Außerdem war Norwegen damals schon teuer und es gab zudem nur wenig Auswahl an Lebensmitteln. Meine Eltern haben den Wohnwagen also immer bis unters Dach mit Vorräten vollgepackt. Ein Tipp den man heute noch beherzigen sollte. Man bekommt mittlerweile zwar fast alles, aber die Preise sind immer noch hoch. Mit meinen Kindern war ich noch nicht mit dem Wohnmobil in Norwegen, sondern immer nur mit dem Auto. Da wir oft bei meiner Familie übernachten können, hat es sich bisher einfach nicht ergeben. Es steht aber unbedingt auf meiner Bucket Liste.

Travelography: Das Reisen mit dem Wohnmobil haben wir noch nicht ausprobiert. Bisher sind wir immer mit dem Auto durch Norwegen gereist. Dabei sind wir per Flieger nach Norwegen und vor Ort mit dem Mietwagen weiter.

take an adVANture: Ich war mit meinem selbstausgebautem Camper im Norden Norwegens unterwegs. Es ist ein VW T5 Transporter, den ich mit Hilfe meines Freundes umgebaut habe. Und es lässt sich fantastisch in ihm schlafen, wohnen und die Aussicht genießen. Eine der besten Investitionen der letzten Jahre.

 

Lofoten Ausblick Reinebringen von Ferngeweht

Wanderung zum Reinebringen mit Blick über die Lofotenkette ⇒ Foto: ©ferngeweht.de

➁ In welcher Jahreszeit warst du unterwegs und wie war das Wetter in Norwegen?

Ferngeweht: Wir waren im Juli/August 2014 in Norwegen – das Jahr mit dem Jahrhundertsommer in Skandinavien. Die ersten beiden Wochen war es über 30 Grad heiß (eine Seltenheit in Norwegen). Auf den Lofoten hat es einen Tag geregnet, ansonsten hatten wir nur gutes Wetter. Das war natürlich Glück, normalerweise muss man in Norwegen mit wechselhaftem Wetter rechnen.

Planet Hibbel: Bisher war ich immer nur im Sommer und im Herbst in Norwegen und beide Jahreszeiten sind toll. Wettertechnisch kann einem in Norwegen aber alles passieren und es gibt sowieso keine Garantie. Wir erlebten als Kinder schon 6 durchgeregnete Sommerferienwochen und 12 Grad im Juli, hatten dafür aber im Herbst auch schon traumhafte Tage und Indian Summer-Feeling. Letzten September bin ich noch mit TShirt am Nordkap herumgelaufen. Als Nächstes möchte ich gerne mal im Winter dorthin.

Travelography: Wir waren bisher im Frühling, Sommer und Herbst in Norwegen. Im Sommer des letzten Jahres hatten wir aber mit Abstand das schlechteste Wetter. Es hat fast 14 Tage am Stück geregnet. Gleichzeitig waren wir zum ersten Mal nur mit Zelt unterwegs. Regen und Zelten, eine tolle Kombination ;-) Im Frühling und Herbst hingegen hatten wir wohl riesiges Glück mit dem Wetter. Auf den Lofoten hatten wir Ende Mai sehr viel Sonne und zum Teil Temperaturen über 20 °C.

take an adVANture: Meine Reisezeit erstreckte sich über knapp 5 Wochen von Mitte August bis Mitte September. Leider hatte ich das Pech, dass ich genau zu der Zeit im Norden Norwegens angekommen bin, als das Wetter umschlug. Konnte man die Wochen davor noch im T-Shirt in der Sonne sitzen, standen jetzt max. 15°C und Regen auf dem Tagesprogramm. Wenn sich die Wolkendecke aber doch mal lichtete, gab sie den Blick auf eine wunderbare Landschaft frei. Und so konnte ich die schönen Tage zwischendurch gut nutzen, um ein paar Wanderungen auf die umliegenden Berge zu unternehmen.

transitfrei: Wir waren bei beiden Touren im Juni unterwegs. Zu dieser Jahreszeit ist es eher frühlingshaft und noch nicht sommerlich heiß wie in Mitteleuropa. Gleichzeitig sind die Menschen dort noch nicht ganz so überdrüssig vom Touristenansturm, der während der Sommerferien über sie heim kommt. 
Und auch die Mücken sind zu dieser Jahreszeit noch viel zärtlicher, geben sich mit viel mehr Liebe und Hingabe ihren Opfern hin, wenn sie endlich den ersten Touristen der Saison zu Gesicht bekommen. ;-)

 

Planet Hibbel auf dem Berg Torghatten bei Brønnøysund

Die Aussicht vom Berg Torghatten bei Brønnøysund ⇒ Foto: ©planethibbel.com

➂ Welches ist dein absoluter Lieblingsort in Norwegen und warum?

Planet Hibbel: Einen Lieblingsort habe ich ehrlich gesagt nicht. Ich finde das Land hat einfach zuviel an spektakulärer Natur zu bieten, um sich auf einen Punkt festzulegen. Außerdem fehlt mir auch noch sehr viel oder ich kann mich nicht mehr so gut daran erinnern. Ich war z.B. nur als Kind in Fjord-Norwegen und hab das einfach nicht mehr so im Kopf. Ganz toll fand ich aber zuletzt Nord-Norwegen und die Vesterålen. Und ein ganz grandioser Spot war auch der Berg Torghatten bei Brønnøysund mit einer unglaublichen Aussicht über die Schären.

Travelography: Das ist schwer zu beantworten. Norwegen hat so viele tolle Orte zu bieten! Einer unserer Favoriten ist auf jeden Fall die Kvalvika-Bucht auf den Lofoten. Die Abgelegenheit und die Berge, die diese Bucht umrahmen, machen die Kvalvika-Bucht aus unserer Sicht zu einem ganz besonderen Ort.

take an adVANture: Mein absoluter Lieblingsort in Norwegen ist die Insel Senja, zwischen den Lofoten und Tromsø gelegen. Die Gegend ist rau und ursprünglich, wenig touristisch, und mit einer Landschaft versehen, die alle Eigenschaften der norwegischen Natur vereint. Schroffe Berge, die steil ins Meer stürzen, morastige Gegenden mit kleinen Seen und vereinzelten Farbtupfern in Form der typisch kleinen Hütten. Während einiger Wanderungen hatte ich den ganzen Berg fast für mich alleine. Freie Übernachtungsplätze für den Camper liegen teilweise direkt am Meer und nach einer Weile roch meine Kleidung nach den vielen Lagerfeuern. Ich habe unfassbar nette Menschen getroffen, mit denen ich interessante Gespräche geführt habe. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, komme ich direkt wieder ins schwärmen.

transitfrei: Puh, eine schwierige Frage! Ich bin an dieser Stelle schon jetzt gespannt, was meine Kolleginnen und Kollegen anderer Blogs antworten werden. Müssten wir uns aus all den zahlreichen Wahlmöglichkeiten für ein einziges Ziel entscheiden, wäre es wohl der Preikestolen mit Blick über den Lysefjord! Was diesen Felsen so besonders macht? Also zum einen ist das Gefühl diesen Felsen bezwungen zu haben, ein unglaubliches Erlebnis. Es vermittelt ein Glücksgefühl, wenn man demütig auf dem Berg (der passenderweise Predigtstuhl übersetzt heißt) auf die Knie geht, welches kaum zu beschreiben ist. Es ist aber nicht nur der mehrstündige beschwerliche Anstieg oder das merkwürdige, fast schon pilgerfahrtähnliche Gemeinschaftsgefühl mit den übrigen Preikestolen- Besteigern, sondern auch das Naturerlebnis der besonderen Art, was den Preikestolen so besonders macht. Ein „klassischer“ Berg hat ja normalerweise eine dünne Spitze und einen breiten Rumpf. Geformt wie ein „A“. Der Preikestolen hingegen, mit seiner besonderen Felsnase, ist eher ein „V“! Stellt euch also vor, ihr steht oben an der Felslippe des „V“ und schaut hinab. Es folgt: NICHTS! Nur unglaubliche Tiefe, dabei ist die Felskanzel „nur“ knapp 700 Meter vom unten fließenden Lysefjord entfernt. Ein falscher Schritt und… 
Es gibt keine Netze, keine Seile! Es gibt keine Bergrettung. Es gibt gar nichts! In Deutschland wahrscheinlich undenkbar, aber hier völlig normal. Freigeister sitzen auf der Klippe und strecken die Hände in die Höge, ich selbst habe es nicht wirklich bis ganz an den Rand geschafft. Zu groß war der eigene Selbsterhaltungstrieb! Nach dem anstrengenden Aufstieg eine emotionale Achterbahn, was Körper UND Geist Außergewöhnliches abverlangt. Vielleicht ist der Preikestolen deswegen eines der außergewöhnlichsten Reiseziele, die man in Norwegen ansteuern kann.

Ferngeweht: Norwegen hat soooo viele tolle Orte. Einen Lieblinsort zu nennen, ist da schwierig. Zu meinen Highlights gehören aber auf jeden Fall die Lofoten mit ihren bunten Fischerhäuschen. Das ist im ohnehin superschönen Norwegen noch mal etwas ganz Besonderes.

 

Unser Zeltplatz am Gjende - Travelography

Auf dem Zeltplatz am Gjende ⇒ Foto: ©travelography.de

➃ Was/Wo war dein schönster Übernachtungsort in Norwegen?

Travelography: Auch hier ist die Antwort gar nicht so leicht. Sehr romantisch war es in den Rorbruer in Hamnoy. Wir hatten eine kleine Hütte mit direktem Blick in den Hafen und hinter uns unmittelbar den Reinefjord. Aber auch als wir mit dem Zelt unterwegs waren, hatten wir einige schöne Plätze. Zum Beispiel haben wir einen Abend am Ufer des Kjøsnesfjorden gezeltet. Dieser liegt zwischen den Ausläufern zweier riesiger Gletscher – dem Jostedalsbreen und Grovabreen. Hier eine Entscheidung zu treffen, was unser schönster Übernachtungsort war, ist unmöglich ;-)   

take an adVANture: Da fallen mir gleich 2 Orte ein. Zum einen ein Stellplatz am Strand von Ersfjord auf Senja. Dort befindet sich ein kleines goldenes Toilettenhäuschen, für Frischwasser ist gesorgt und die Aussicht spricht Bände. Insgesamt habe ich dort 3 Nächte verbracht und die Gegend drumherum erkundet. Mein zweiter schönster Übernachtungsort liegt auf den Lofoten. Der Hauklandstrand erinnert mit seinem türkisblauen Wasser eher an die Karibik, die Temperaturen wiederum zeigen, dass man sich doch oberhalb des Polarkreises befindet. Einen kurzen Sprung ins Wasser muss man sich da schon gut überlegen, dafür laden die umliegenden Berge zu kurzen und längeren Wanderungen ein. Ich habe 4 Nächte dort verbracht und eine fantastische Zeit gehabt.

transitfrei: Über diese Frage haben wir lange grübeln müssen. Sie zu beantworten ist noch schwieriger, als die Frage nach dem Lieblingsort. Es gab Plätze, wo wir uns besonders wohl gefühlt haben und es gab Plätze, die uns faszinierten. Wieder andere Plätze verbinden wir mit einem ganz bestimmten Gefühl. Fast hätten wir einen solchen Platz empfohlen, der für uns mit einem besonderen Gefühl verbunden ist. Aber: Das Gefühl ist ja ein ganz persönliches situationsbezogenes Erlebnis, was ein Besucher sehr wahrscheinlich gar nicht nachempfinden kann.
Wir haben uns daher für einen Ort entschieden, der eigentlich unscheinbar ist. Aber genau darin liegt auch seine Stärke. In Roldal, eigentlich eher ein Wintersportgebiet, fanden wir auf der Durchreise mit dem Røldal Hyttegrend Camping & Caravan. Einfach nur eine Wiese mitten im Ort. Nebenan eine alte sehenswerte Stabkirche und ein kleiner Supermarkt. Nichts besonders also, aber als wir ankamen und telefonisch (!) eingecheckt hatten, entdeckten wir bei unserem Rundgang über den Campingplatz im ersten Stock einen Aufenthaltsraum, der uns wie kein anderer empfangen hat. Das war ein komplettes Wohnzimmer! Mit Gardinchen an den Fenstern, rustikalen Möbeln im Landhausstil, holzvertäfelten Wänden und einer lümmeligen Couch in der Ecke. Die Schränke und Staufächer waren mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und für ein wohlwarmes Ambiente bollerte ein mit Holzscheiten befeuerter Kamin. Wahnsinn! Dieses regelrecht heimelige Wohnzimmer, frei zugänglich ohne Schlüssel für alle Campinggäste hat uns gleichermaßen überrascht wie willkommen geheißen. Es war so, als würden wir zum Besuch zur Oma fahren! Ein Ort also, an dem absolut nichts Spektakuläres passiert. Wo es aber rundherum gemütlich und entspannend ist.

Ferngeweht: Auf den Lofoten haben wir ein paar Tage eine Rorbu, eine dieser alten Fischerhütten gemietet. Hütte ist allerdings untertrieben: Es war ein komplettes Haus. Das Schönste daran war die Terrasse am Fjord, wo wir bis nach Mitternacht sitzen konnten und es einfach nicht dunkel wurde.

Planet Hibbel: Wir haben eine Woche in einer einsamen Hütte von norwegischen Freunden auf der Insel Vikna bei Rørvik übernachtet. Dort mussten wir morgens den Holzofen anschmeißen, damit die Bude warm wird und haben unseren Kaffee ganz oldschool ohne Maschine oder Filter aufgebrüht. Die Kinder tollten derweil draußen in der Natur herum. Das war schon sehr schön. Cool war aber auch die Übernachtung im Holmvik Brygge im Geisterdorf Nyksund auf den Vesterålen oder auf der Jørem Farm am Lachsfluss Namsen.

 

Der Viewpoint Tungeneset, Senja, take an adVANture

Der Viewpoint Tungeneset, Senja ⇒ Foto: ©takeanadVANture.com

➄ Was sollten wir in Norwegen auf gar keinen Fall verpassen?

take an adVANture: Da ich „nur“ im Norden unterwegs war, möchte ich euch unbedingt die Lofoten und Senja ans Herz legen. Auf beiden Inseln gibt es zwei der norwegischen Landschaftsrouten. Das sind Straßen, die an den schönsten Orten vorbeiführen, zusammen mit wunderschönen Aussichtspunkten und architektonischen Highlights. Auf Senja gehört der Aussichtspunkt Tungeneset zu meinen Favoriten. Auf den Lofoten sind es die Orte Eggum und Grunnfør. Und auf beiden Inseln natürlich auch die schon erwähnten Übernachtungsplätze.

Ferngeweht: Das kommt darauf an, wie viel Zeit Ihr habt. Wenn es nur zwei, drei Wochen sind, würde ich mich auf die Fjordlandschaften im Süden konzentrieren. Der Geirangerfjord und der Lysefjord sind wunderschön. Eine Wanderung zum Preikestolen ist eigentlich ein Muss – aber mit Kind nicht unbedingt zu empfehlen, da es teilweise ziemlich steil hochgeht und der 600 Meter hohe Felsen keine Begrenzung nach unten hat. Habt Ihr über vier Wochen Zeit, würde ich bis zu den Lofoten hochfahren.

Planet Hibbel: Norwegen gehört für mich zu den schönsten Ländern der Welt und ich könnte jedesmal vor Ehrfucht heulen, wenn ich diese unglaubliche Natur und Kulisse erleben darf. Man sollte also nicht einfach nur durch dieses Land rasen, sondern innehalten, genießen und staunen. Lieber nur einen kleinen Teil anschauen und wiederkommen, als zu versuchen Norwegen in 2 Wochen komplett sehen zu wollen. Man sollte Kontakt zu Norwegern knüpfen und bei Kaffee und Waffeln mit ihnen über Gott und die Welt reden. Bestenfalls laden sie einen auf ihre Hütte auf einer Insel, auf nem Berg oder im Wald ein und man kann dort mal ganz für sich und offline sein und Ruhe und Kraft tanken.

Travelography: Wer in Norwegen ist, sollte unbedingt eine der zahlreichen Wanderungen unternehmen. Damit kommt man der Natur Norwegens noch ein Stück näher und wird häufig mit spektakulären Aussichten belohnt. Ein gutes Beispiel dafür sind die Wanderungen entlang des Sørfjord, wie z.B. das Husedalen, das Buerdalen oder die weltbekannte Trolltunga.

transitfrei: Neben dem Ziel Preikestolen möchten wir Bergen und den dortigen Fischmarkt empfehlen. Ja, dort gibt es, neben unglaublich zahlreichen (und teuren) Lachspezialitäten, natürlich auch Walfleisch zu kaufen. Eigentlich ist dies international geächtet und man glaubt es auch erst, wenn man wirklich auf dem Fischmarkt von Bergen steht und Walfleisch in den Auslagen der Marktstände mit eigenen Augen sieht. Man muss innerlich gegen den Drang ankämpfen, sich ständig umzudrehen. Aus Angst dabei erwischt zu werden, dass man gerade etwas verbotenes tun könnte.
Aber es hat sehr viel mit persönlicher Toleranz und dem Überwinden innerlicher Widerstände zu tun um auch zu akzeptieren, dass der Walfang nun einmal Teil der Tradition dieses Landes ist. Zumal sich eine Gesellschaft wie die unsere, wo Schweinenacken zum Knüllerpreis für 1,99 das Kilo in den Supermarktregalen liegt (und gekauft wird) wohl kaum damit rühmen darf, dass wir mit unseren Tieren immer richtig so umgehen, wie es sein sollte.
Kurzum: Niemand muss dort Walfleisch kaufen. Auch das angebotene kostenlose Probieren muss man nicht annehmen. Aber wir finden, dass man sich ein eigenes Bild vor Ort machen sollte. Einfach, weil Reisen an dieser Stelle auch bildet! Es formt den eigenen Charakter, bietet innerliches Gesprächspotential (oder auch mit dem Partner) und gehört zu den Reiseerlebnissen, die man einfach nicht vergisst! Es berieselt nicht, es entspannt nicht, es erlaubt keine Erholung, im Gegenteil. Es regt zum Nachdenken an! Ganz gleich, wie das persönliche Ergebnis hierbei ausgeht, so etwas finden wir gut! Weil man sich innerlich damit irgendwie auseinandersetzen muss! Vielleicht ist dieses Reiseziel in Norwegen gerade deswegen unsere Empfehlung und Antwort auf diese Frage.

 

➅ Die Vorstellung unserer Gäste:

Team transitfrei unterwegs in Norwegen

Das Team von transitfrei unterwegs in Norwegen

transitfrei: Wir, das sind Tim (1), Nils (5), Anja (auf jeden Fall unter 40, ganz bestimmt!!!) und Björn (ab einem gewissen Alter ist das Alter egal… ;-) kamen vor etwas mehr als 10 Jahren mehr ungeplant dazu, am Steuer eines echten Wohnmobils zu sitzen. Aus dem damaligen Zweckbündnis wurde schnell eine Lust auf diese Art zu reisen, die bis heute anhält und die wir gerne unseren Kindern weitergeben wollen.

Etwa zur gleichen Zeit starteten wir auch damit, unsere Erlebnisse ins Internet zu stellen. Im Frühjahr 2007 ging unsere Seite, transitfrei.de an den Start. Wir feiern dieses Jahr also 10- jähriges Jubiläum und gehören damit fast schon ein bisschen zu den Dinosauriern des Netzes. Nichts desto trotz freuen wir uns, dass wir viele Menschen zu regelmäßigen Leserinnen und Lesern unserer Reiseberichte zählen dürfen, die durch halb Europa führen. Auch technische Themen stellen wir zur Verfügung und runden unsere Seite besonders mit Einsteigerhilfen ab und versuchen Anfängern in Sachen Camping das zu geben, was wir bei unserem Start in die faszinierende Welt des Campings seinerzeit schlichtweg nicht gefunden haben.

Reise mit dem Wohnmobil durch Südnorwegen

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Twitter: Team transitfrei

 

Sabine von Ferngeweht in Norwegen

Sabine auf dem Preikestolen, 600 Meter über dem Lysefjord ⇒ Foto: ©ferngeweht.de

Ferngeweht: Sabine schreibt auf Ferngeweht über ihre Reisen in alle Welt – immer selbstorganisiert, meist ist die Natur und stets mit Respekt vor Land und Leuten.

Meine Tipps für die Lofoten

Facebook: ferngeweht.blog
Pinterest: ferngeweht

 

Team von Planet Hibbel auf Roadtrip

Das Team von Planet Hibbel unterwegs

Planet Hibbel: Hei, ich bin Nadine und auf meinem Familienreiseblog Planet Hibbel berichte über die großen und kleinen Trips zusammen mit meinen 3 Männern im Alter von 46, 10 und 5. Ob Malediven oder Kanada, Portugal oder Südafrika. Auch mit Kindern kann man individuell reisen und die Welt entdecken, denn die ist ein riesiger Abenteuerspielplatz für Groß und Klein.

Torghatten – Der Berg mit dem Loch
Weitere Themen auf Planet Hibbel sind aus Jørem in der Region Namdalen/ Norwegen und Die Vesterålen – ein arktisches Inselparadies

Facebook: Planet Hibbel – Familien- & Reiseblog
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nstagram: Planethibbel

 

Wanderung zur Kvalvika Bucht - travelography

Wanderung zur Kvalvika Bucht ⇒ Foto: ©travelography.de

Travelography: Carina und Christian verbinden auf ihrem Blog Travelography.de zwei Leidenschaften – die Fotografie und das Reisen. Seit 2012 zieht es sie dabei immer wieder in den hohen Norden Europas. Island und vor allem Norwegen hat es den beiden besonders angetan.

Wandern in Norwegen – unsere Tipps und Touren

Pinterest: travelography
Facebook: travelography.de

 

Elisa Lorenz von take an adVANture

Elisa Lorenz von take an adVANture

take an adVANture – Reiseblog übers Reisen auf und neben der Straße, über das Leben und Draußen sein. Elisa liebt Roadtrips, die Berge und die Natur und ist am liebsten mit einer Matratze im Kofferraum und dem Rucksack auf der Rücksitzbank auf den Straßen dieser Welt unterwegs.

Ein Roadtrip über die Insel Senja – ein Reiseguide

Facebook: takeanadVANture
Instagram: @take_an_advanture

 

Mein besonderer Dank geht an Sabine von ferngeweht.de, die sich die Mühe gemacht hat und ganz spontan hier eingesprungen ist, an Christian von travelography.de für das Titelfoto und an Björn von transitfrei.de für die Fotos zum Abschluss der Norwegen Reisetipps. Denn im Folgenden findest du noch ein paar weitere Impressionen von Norwegen. Alle folgenden Fotos sind ©transitfrei.de:

 

Wir freuen uns zu hören, welche weiteren Norwegen Reisetipps ihr für uns habt!