Amerikas Westen vs. Amerikas Osten

27. April 2015 at 9:30
Westküste der USA

USA: Westküste vs. Ostküste
Foto: ©reisen-fotografie.de

USA – Die Unterschiede zwischen Westküste und Ostküste

[Gastartikel] Amerika ist ein riesiges Land mit zwei völlig unterschiedlichen Küsten. Ich bin bisher nur im Westen der USA unterwegs gewesen. Daher hat mich interessiert, was der Unterschied zwischen der Westküste USA und der Ostküste USA. Melanie und Thomas vom Blog Reisen-Fotografie teilen meine Wohnmobil-Leidenschaft und haben schon beide Teile der USA besucht und verraten im Folgenden die Unterschiede:

 

Wie ist der Westen der USA?

„Stundenlang sind wir unterwegs, irgendwo in Arizona im tiefen Westen der USA. Die Straße ist schnurgerade, scheinbar endlos. Links und rechts der Straße erstrecken sich spärlich bewachsene Hügel, wüsten-ähnlich. Aber schon hinter der nächsten Kurve, wenn sie mal irgendwann kommt, kann es ganz anders aussehen.“

Endlose Straße in den USA

Eine der zahlreichen endlosen Straßen der USA
Foto: ©reisen-fotografie.de

Das ist einer der Momente, wo uns klar wird, wir lieben den Westen der USA. Nirgendwo sonst kann man die Weite des Landes, die vielen unterschiedlichen Landschaften so extrem erleben wie hier.

Angefangen in Denver, am Rande der Rocky Mountains wo man Richtung Westen das Hochgebirge mit Pässen, die über 3000 Meter hoch sind, durchquert. Dahinter erwarten einen Utah und Arizona und die zahlreichen Nationalparks mit ihren total unterschiedlichen Landschaften. Sei es der steinige Arches National Park, mit den über 2.000 Steinbögen oder der Zion National Park mit seinen grünen Wäldern, eingeschlossen von gigantischen roten Felsen und natürlich der Grand Canyon. Für uns eines der beeindruckendsten Naturwunder überhaupt.

Zion Nationalpark

Zion Nationalpark
Foto: ©reisen-fotografie.de

Und wenn man noch weiter in den Westen kommt erwartet einen Las Vegas in Nevada. Eine Stadt, die polarisiert wie keine andere. Die einen hassen Sin City, die anderen lieben die Stadt, die niemals schläft. Wir lieben sie und waren schon drei mal dort. Dieses pulsierende Leben, diese tolle Architektur der berühmten Hotels begeistern uns jedesmal neu.

USA Las Vegas

Las Vegas
Foto: ©reisen-fotografie.de

An der Pazifikküste angekommen, erwarten einen dann weitere tolle Städte wie San Diego, Los Angeles und unsere Lieblingsstadt San Francisco. Diese Stadt bietet genug Abwechslung und schöne Ecken.

USA Chinatown San Francisco

Chinatown in San Francisco
Foto: ©reisen-fotografie.de

Chinatown, die Golden Gate Bridge und Alcatraz sind nur einige sehenswerte Dinge in der Stadt. Die Liste könnten wir noch lange fortsetzen.

Aber die Pazifikküste ist mehr als einen Besuch wert. Nicht umsonst gehört der Pacific Coast Highway 1 zu den schönsten Straßen der Welt. Und wenn man diesen mal zwischen Los Angeles und San Francisco gefahren ist, weiß man auch warum das behauptet wird.

Pacific Coast Highway  Foto: ©reisen-fotografie.de

Pacific Coast Highway
Foto: ©reisen-fotografie.de

Das alles könnte man auch in 2,5 Stunden mit dem Flugzeug überquerten, von Denver nach San Francisco. Wir bevorzugen dafür aber lieber 2-3 Wochen mit dem Wohnmobil.

Neben den tollen Landschaften und Städten würde man auch die Menschen dort verpassen. Irgendwie sind die im Westen des Landes lockerer drauf. Es ist eine Art südländische Gelassenheit, eine Art moderne Cowboys.

 

Und wie ist der Osten der USA?

Wir haben natürlich auch schon andere Ecken der USA bereist. Wir waren in Florida, ein traumhaft schönes Fleckchen Erde. Tolle Städte, tolle Strände, die Everglades sind beeindruckend. Aber landschaftlich sieht es aus wie Holland mit Palmen – platt.

Die Südstaaten haben wir bereist, Städte gesehen wie New Orleans, Memphis oder Atlanta. Jede dieser Städte ist einen Besuch wert, auch der Mississippi River ist beeindruckend schön. Aber auch hier fehlte uns die Abwechslung in der Landschaft.

New Orleans

New OrleansFoto: ©reisen-fotografie.de

Und der Nordosten? Die Ecke rund um New York, Philadelphia und Washington war uns persönlich zu voll, zu hektisch, zu dicht besiedelt. Die Menschen dort erwecken meist den Eindruck, als seien sie auf der Flucht. Auch hier bieten die Städte tolle Eindrücke und sind wirklich einen Besuch wert. Nur zwischen den Metropolen kommt kein Gefühl von Weite auf. Dabei stören schon alleine die ständigen Mautstationen auf den Autobahnen.

Weiter im Norden wird es dann aber wieder richtig schön. Die Niagara Fälle sollte man mal gesehen haben und die Küste nördlich von Boston ist auch landschaftlich ein Traum. Gerade im Herbst, zum Indian Summer, bieten sich wunderbare Aussichten. Mit Boston hat man auch eine wunderbare Stadt dort, welche viel bietet und nur wenige Flugstunden von Europa entfernt liegt.

Indian Summer in Maine

Indian Summer in Maine
Foto: ©reisen-fotografie.de

 

Also, Westen oder Osten in den USA?

Für uns ist der klare Favorit der Westen. Wir lieben die Weite des Landes dort, die Ruhe welche man an vielen Orten genießen kann, die Gelassenheit der Menschen dort.

Der Osten reizt uns mehr im Herbst, um die bunten Wälder ganz oben an der Grenze zu Kanada zu bestaunen oder im Winter, um einen Kurzurlaub in der Sonne Floridas zu genießen. Dazu bietet sich der Osten generell für kürzere Trips an, weil es flugtechnisch einfach schneller zu erreichen ist.

 

Reisen-Fotografie Blog

Melanie & Thomas im Arches Nationalpark
Foto: ©reisen-fotografie.de


 
Vielen herzlichen Dank!

Ein Gastartikel von Melanie und Thomas
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Was hast du für Erfahrungen mit den beiden amerikanischen Küsten? Bist du eher ein Fan der Westküste oder der Ostküste?