Stille – aktueller Blick hinter die Kulissen
Wo fängt man an, wenn man nach einer gefühlten Ewigkeit und vom schlechten Gewissen geplagt endlich mal wieder was schreiben möchte?
In den vergangenen Jahren war es hier sehr ruhig. Ich bin meinem Co-Autor Stefan sehr dankbar, dass er bei der Stange geblieben ist, und dich – als auch mich – immer wieder mit neuen Reiseabenteuern begeistert hat. Danke, Stefan. Ich freue mich auf noch viele weitere Erlebnisse von dir.
Hier findest du die letzten Reiseberichte von Stefan.
Bei mir selbst waren die letzten Jahre eine kleine große Herausforderung, und das in so ziemlich allen Lebenslagen. Wenn auch das Reisen dabei nicht auf der Strecke geblieben ist und mich natürlich nach wie vor begeistert und immer wieder motiviert.
Immerhin ist mein Lieblingsspruch nach wie vor „Reisen erweitert den Horizont.“
Da bin ich wieder bei der Frage: „Wo fange ich an? Wie privat ist privat? Und wie lang soll dieser Text hier eigentlich werden?“
Immerhin müsste ich mit dir fast vier Jahre zurückreisen, wenn ich alles, und von vorn beginnen würde.
Kurzhalten war ja noch nie meine Stärke, dich langweilen möchte ich aber auch nicht. Dennoch habe ich das Bedürfnis, mich ein bisschen zu entschuldigen und zu rechtfertigen, warum es so lange ruhig hier um mich war.
Dazu erfährst du von meinen schönsten Reisezielen, damit du am Ende mitentscheiden kannst, welches es in den nächsten Blogbeitrag schafft.

Also von vorne!
Es gibt Jahre, die möchte man am liebsten aus dem Kalender streichen. 2022 war für mich ein solches Jahr. Auch wenn Corona endlich so gut wie vorbei war und das alltägliche Leben seinen normalen Gang hätte gehen können.
Zunächst gab es in meiner Familie eine gesundheitliche Hiobsbotschaft. Dann, wenige Wochen nach einer unerwarteten Trennung, die mich für fast zwei Jahre komplett aus dem Leben geschossen hat, bekam eine meiner besten Freundinnen und meine damalige Geschäftspartnerin Nina die Diagnose, dass sie nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Als wäre das nicht genug, ist noch ein Familienmitglied plötzlich und unerwartet gestorben.
Nina und ich haben auf die Schnelle alles geregelt, und plötzlich stand ich vor einem großen Batzen Arbeit mit unserem Projekt Familienreisefieber alleine da und dazu einem Haufen Schulden, da ich ihre Anteile übernehmen musste.
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine liebe Bloggerkollegin Isabel, die mich beim Schreiben sehr viel unterstützt hat.
Aber ich war dankbar, dass Nina ihrer Diagnose getrotzt hat und uns noch für einige Monate erhalten blieb. Doch dann hieß es Abschied nehmen, was hart und mit Anfang Vierzig einfach viel zu früh war. Sie fehlt nach wie vor sehr.
An die Monate danach kann ich mich ehrlich gesagt nur schemenhaft erinnern. Ich habe irgendwie funktioniert, war für meine damals sechsjährige Tochter da, die es in der Zeit mit den ganzen Schicksalsschlägen auch nicht einfach hatte, und war dankbar für meine Familie und Freunde, die eine wichtige Stütze für uns waren.
Währenddessen haben wir zur Ablenkung viele Ausflüge gemacht und ich habe im Sommer meine Liebe zu den Bergen wiederentdeckt.
Ich kann es nicht beschreiben, aber sie strahlen etwas Beruhigendes auf mich aus.
Nachdem es dann 2024 endlich ganz langsam wieder aufwärts ging, und die Lebensfreude langsam wiederkam, zerschoss ein Google Update meine zweite Website und ließ auch die Sichtbarkeit und somit die Anzahl der Besucher dieses Blogs in die Tiefe rauschen.
Auch wenn sich beide Seiten inzwischen ein wenig erholt haben, ist es kein Vergleich zu vorher.
Schließlich nahm die künstliche Intelligenz immer mehr Einzug in unser Leben und auch das war und ist eine große Herausforderung für die meisten Website-Betreiber und vor allem Blogger. Fluch und Segen zugleich, wie es so schön heißt.
Denn wenn KI‑Antworten direkt in den Suchmaschinen wie Google oder in KI-Programmen angezeigt werden, kommen logischerweise weniger Besucher auf die Websites. Umgekehrt heißt das deutlich weniger Einnahmen. Was komplette berufliche Existenzen aufs Spiel setzt. So auch meine.
Und schlussendlich stellt sich die traurige Frage „Lohnt sich das überhaupt noch?“.
Für diese Seite leider eindeutig nicht. Einer der Gründe, weshalb hier so lange nicht viel passiert ist. Ich müsste diesem Blog eigentlich ganz dringend mal ein moderneres Outfit verpassen, entmisten und gute Artikel updaten.
Aber meine Tage haben leider nur 24 Stunden, wovon meiner Tochter – zumindest zur Zeit noch – die Nachmittage gehören. Und dann heißt es bei der wenigen Zeit, Prioritäten setzen.
Früher habe ich abends oft noch stundenlang am Laptop gesessen, Fotos bearbeitet und geschrieben … Daran ist heute kaum noch zu denken. Die meiste Zeit bin ich abends so müde, dass ich gegen halb Neun einschlafe.
Ich schweife ab … Dafür war 2024 aber reisetechnisch ein tolles Jahr. Wir haben viele Freizeitparks besucht – endlich ist meine Tochter in einem Alter, wo so was interessant wird –, Städtetrips gemacht, ich habe meine Liebe zur Stadt Kassel entdeckt, wir haben unzählige Museen besucht. Und waren ein verlängertes Wochenende in meiner Herzensstadt Barcelona.
Natürlich haben wir auch wieder Bergluft geschnuppert. Mit meiner Tochter war ich im Salzburger Land und habe wenige Wochen später mit meinen besten Freund das Ötztal erwandert.
In den Herbstferien haben meine Tochter und ich dann die liebe Isabel und ihre Tochter in Thailand besucht, waren ein paar Tage in Bangkok und auf Koh Phangan und haben anschließend noch ein paar Tage zu zweit auf Koh Samui verbracht.
Dazu haben wir 2024 wieder angefangen, mit unserer Silvestertruppe den Jahreswechsel (in den Niederlanden) zu verbringen, wie es vor den Kinder für mindestens ein Jahrzehnt der Fall war. Was für ein riesiger Spaß!
Wie du dir sicher denken kannst, alleine aus diesem Jahr könnte ich soo viele Blogbeiträge schreiben …
2025 war dagegen wieder etwas ruhiger. Ich habe endlich wieder mit dem Podcast angefangen, den ich damals mit Nina gestartet hatte.
Alleine konnte ich mich einfach nicht dazu durchringen, weiterzumachen. Deshalb freue ich mich heute wie Bolle, dass meine liebe Verlegerin Steffi vom Biber&Butzemann Kinderbuchverlag Lust auf einen Podcast hatte.
Sie ist eine perfekte Ergänzung und ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, was für abgefahrene Ausflugstipps sie in ganz Deutschland kennt. Oft sind die Orte so abgelegen, dass ich noch nie davon gehört habe, aber direkt das Gefühl habe: „Da muss ich mal hin“.
Inzwischen ist die 75. Podcast-Folge erschienen und ich muss sagen, dass ich darauf ein kleines bisschen stolz bin. Aber natürlich macht es auch großen Spaß, mit Steffi oder Gästen über verschiedenste Themen rund um Familienurlaub und Ausflüge mit Kindern zu quatschen. By the way sind die Themen und Tipps nicht nur für Familien interessant.
Die Podcast-Folgen gibt es überall, wo es Podcasts gibt (Spotify, Apple Podcast und Co) – einfach nach Familienreisefieber suchen.
Nach dem ein oder anderen Städtetrip innerhalb von Deutschland, haben meine Tochter und ich in den Osterferien für ein paar Tage Wien unsicher gemacht.
Ehe es für uns im Anschluss drei Wochen zur Mutter-Kind-Kur ging. Eine interessante Erfahrung, die uns beiden sehr gut tat. In dieser Zeit haben wir die mecklenburgische Ostseeküste und vor allem Zingst und Umgebung erkundet.
Das restliche Jahr war gespickt mit Freizeitparkbesuchen, Städtetrips und vielen Ausflügen in NRW.
Im Sommer waren meine Tochter und ich in der Heimat meiner Podcastkollegin Steffi, und haben für ein paar Tage Süddänemark erkundet.
Mit meiner besten Freundin ging es Ende der Sommerferien auf eine aktive Wanderwoche in den Harz, die Böhmische und Sächsische Schweiz. Was alles Neuland für mich war und was soll ich sagen? Großartige Regionen, wo ich ganz sicher nicht zum letzten Mal war. Auch wenn Wandern bei 42 Grad sehr herausfordernd war.
Im Herbst war ich mit meiner Tochter endlich wieder in den Bergen. Es wurde eine kleine Rundreise, vom Millstätter See über Osttirol bis ins Zillertal.
Das Wetter war uns wohlgesonnen und wir hatten zwei tolle Wochen, die wir überwiegend draußen verbracht haben. Über Silvester waren wir erneut mit unseren Freunden in den Niederlanden.
2026 starte sehr schön, mit vielen Ausflügen im Sauerland und im Teutoburger Wald.
In den Osterferien waren wir mit meiner ganzen Familie auf Ibiza, und anschließend zu zweit noch ein paar Tage in der Lüneburger Heide.
Weiterhin gab es Kurztrips nach Hamburg und an die Ostsee.
Sehr interessant war auch ein Bloggertreffen, auf dem ich mit lieben Kollegen und Kolleginnen meine eigene Region, das Sauerland aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen durfte.
Das war der Startschuss, auch meinem Herzensprojekt, das ich mit meiner Schwägerin schon seit 2022 betreibe, wieder Leben einzuhauchen. Seitdem erscheint endlich wieder der ein oder andere Blogbeitrag auf Heimatliebe Sauerland und auch der Instagram Account ist zum Leben erweckt.
Du kannst dir vielleicht denken, dass deshalb auch noch mehr Sauerland-Ausflüge auf dem Programm standen.
In den Sommerferien zog es uns nach einem Kurzbesuch in der Lüneburger Heide und in Schleswig-Holstein dann aber wieder in die Berge. Der Roadtrip im letzten Jahr hat uns so gut gefallen, dass wir dieses Jahr Schladming in der Steiermark, erneut Lienz und (neu) Sillian in Osttirol und den Wörthersee besucht haben.
Jetzt haben wir schon Mitte Oktober. Das ist einfach verrückt! Das Jahr hat den Knall nicht gehört und irgendwie suche ich immer die Bremse, um die Zeit etwas langsamer vergehen zu lassen.
Es wird nicht einfacher, eine Herausforderung jagt die nächste. Immer weiter steigende Kosten, explodierende Benzinpreise, mehr und mehr Gewalttaten und Ausgrenzungen als auch die politische Situation bereiten mir Kopfschmerzen.
Nach ein paar Rückschlägen in diesem Jahr, werden wir uns im Herbst mit der ganzen Familie noch einmal ein bisschen Bergluft genehmigen. Wer weiß, wie lange das noch möglich ist, so muss man die gemeinsame Zeit genießen.
Neben Artikel updaten auf Familienreisefieber, Podcast, Instagram, Heimatliebe und dem Optimieren von meinen Websites, ob nicht doch und auch trotz KI noch irgendwie was herauszuholen ist – finde ich auch jetzt noch nicht wirklich die Zeit hier wieder regelmäßig etwas zu veröffentlichen.
Dennoch wollte ich den Start gemacht haben. Denn irgendwie ist dieser Blog immer noch mein „Baby“ und ich bringe es nicht über mein Herz ihn „sterben“ zu lassen. Also keine Sorge, so schnell wird er nicht offline gehen.
Wir haben letztens bei einem Bloggeraustausch mal darüber gesprochen, wie sich das Bloggen in den letzten Jahren verändert hat. Das war sehr interessant.
Sowohl Social Media als auch neue Blogs, wo es nur noch um höher, schneller, weiter, perfekter geht – das nimmt einem ganz schön die Motivation. Zumal wenn – aufgrundsinkender Sichtbarkeit und sinkender Klicks – immer weniger Besucher sehen, was man schreibt und veröffentlicht.
Vielleicht sollte ich gerade deshalb wieder mehr back to the roots gehen und gelegentlich einfach mal wieder ganz klassisch „bloggen“ und meine Erfahrungen und Erlebnisse runterschreiben. Und das ganz ohne SEO‑Hintergedanken, sondern wegen des Spaßes am Schreiben. Und wenn es niemand liest, dann ist das halt so.

Sooo … Jetzt habe ich dich mal auf den neuesten Stand gebracht, dir einen kleinen Einblick in meine letzten vier (Reise-)Jahre gegeben und vielleicht verstehst du es ja als Entschuldigung, dass du solange nichts mehr von mir gelesen hast.
Ich gelobe Besserung. Vielleicht beginne ich einfach mal mit einem der Kurztrips.
Falls du bis hierhin gelesen hast, Respekt ;) und danke, dass du dich dafür interessierst. Vielleicht findet der ein oder andere Stammleser/in auf diesem Wege ja wieder hierhin zurück.
Lass mir doch sehr gerne einen Kommentar da oder schick mir eine E‑Mail, über welche der genannten Erlebnisse du am meisten Lust hättest, mehr zu erfahren. Vielleicht ist das mein Ansporn, dann mal wieder ganz „einfach“ in die Tasten zu hauen.
Danke für deine Treue und alles Liebe
Tanja













































